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Stier

Erdenschwere und Sinnesschönheit
ER fällt durch seine untersetzte, etwas gedrungene Figur auf. Sein Nacken ist breit, ein richtiger «Stiernacken», der Hals kurz, die Kinnpartie eckig. Die Schultern sind breit, das Gesicht meist voll, rund und von einem gesunden Rot, das an Landluft und Erde erinnert. Die Stirn ist relativ niedrig, die Nase kurz, die großen, meist sanftmütig blickenden Augen von dichten Brauen beschattet. Sein Gang ist langsam und bestimmt, von einer gewissen erdhaften Schwere, seine Bewegungen sind sparsam und zielbewusst.
SIE ist gelegentlich von einer ins Auge fallenden sinnlichen Schönheit. Alles an ihr ist betont weiblich, gut entwickelte Brüste und ein breites Becken kennzeichnen ihre gesunde Sinnlichkeit und Empfängnisbereitschaft. Im späteren Alter allerdings neigt sie nicht selten zu einem beachtlichen Fettansatz, unter dem die Konturen mehr und mehr verschwimmen.
Beharrung in Grenzen
Der wesentlichste Charakterzug des Stiermenschen ist sein Beharrungsvermögen. Er ist nicht aus sich selbst heraus tätig, sondern wird es erst über einen Widerstand hinweg. Er braucht ein «rotes Tuch», einen Sinnesstachel, bevor er seine Aktivität verwirklicht. Sein inneres Gesetz ist nicht die Handlung, sondern das Warten. Dieser Zustand des Verharrens ist allerdings auch seiner Aktivität eigen, wenn sie einmal angestachelt ist. Er wird dann nicht ruhen und rasten, bis er an sein Ziel kommt, sogar dann noch, wenn er längst eingesehen hat, dass er es nicht erreichen kann.
Seine Haltung ist dabei sowohl ehrlich als auch töricht, ehrlich, weil er bis zur letzten Konsequenz zu seinen Taten steht, töricht, weil er damit gelegentlich wider seine Vernunft und bessere Einsicht handelt. Dabei verfügt er allerdings über einen beträchtlichen Kräftespeicher, er ist meistens der Mann, der den längeren Atem hat. Er weiß auch um seine Kraft und ist von einem großen inneren Selbstvertrauen, aber auch von einem Vertrauen zur Umwelt. Stiermenschen wollen nur das Gute sehen, sie sind geduldig, ruhig und verlieren nicht leicht die Nerven. Unsicher und unruhig wird der Stiermensch nur dort, wo er liebt. Seine oft etwas derbe äußere Haltung verbirgt ein unendlich anschmiegsames Innenleben, das nur allzu leicht verletzt wird. Wir können hier mit Recht von einer rauhen Schale sprechen, die einen weichen Kern verbirgt.
Das zweite wichtige Wesensmerkmal des Stieres ist die Bewahrung des einmal Erworbenen. Auch dies erklärt sich aus seiner Grundhaltung des Beharrens. Hilflos wird der Stier dort, wo sich sein Äußeres oder inneres Weltbild schlagartig verwandelt. Vor neuen Eindrücken und ungewohnten Situationen steht er unbeholfen, stammelnd, nach Ausdruck ringend. Dort, wo es darum geht, sein vertrautes Weltbild festzuhalten, wird er kein Mittel unversucht lassen, er wird flehen, bitten und beschwören, ja er wird sogar versuchen mit Gewalt das Fliehende zu halten.
Sein Eigentumssinn ist scharf ausgeprägt und aus seiner Beharrlichkeit und seiner Erdverbundenheit zu erklären. Er weiß um den Wert irdischen Besitzes und will ihn sich bewahren. Der Stiermann betrachtet aber auch die Geliebte als seinen Besitz, sein körperliches und geistiges Eigentum. Er ist an sich nicht ideenreich, sein Weltbild hat nichts von der schwellenden Fülle an sich, wie wir dies etwa beim Widder oder Löwen beobachten können. Er ist seinen Sinnen verhaftet und erlebt die Welt durch diese Sinne. Deshalb ist seine Triebnatur so ausgeprägt. Sein Beharrungsvermögen hält ihn auch hier in den Bezirken des Triebes fest, er bleibt an die Scholle gebunden, an den Urtrieb, an das Mann- und Weiberlebnis des Sexus.
Der Stiermensch guter Prägung ist ausdauernd und arbeitsam, ein Mann, der sein Haus und seinen Acker bestellt, ein wohlwollender und gütiger Freund, der haushälterische Familienvater, der mit beiden Füßen am Boden steht und den Besitz zu schätzen weis. Er nimmt das Leben von einer heiter-besinnlichen Seite, während sein negativer Bruder in sinnlichen Geniessertum verflacht, seine Befriedigung in roher Begierde sucht und fast durchwegs heftigen Gemütsschwankungen unterliegt.
Liebe zwischen Genuß und Treue
ER vertritt in seiner erotischen Anlage ein gesundes Geniessertum, das dem Wissen um die Quellen des Lebens entspringt. Er ist kein Schwärmer oder Idealist, der den Gegenstand seiner Liebe von fern anbetet, sondern er sucht in der Liebe das was sie ist, ein Fest der Sinne und der Seele. Liebesbeteuerungen wird man von ihm selten hören, in der Werbung ist er beharrlich und hartnäckig, doch tut er selten den ersten Schritt, sondern überläßt diesen häufig seinem Partner. Als Gatte ist er von großer Treue und Anhänglichkeit und liebt das Glück seiner vier Wände. Gelegentlich freilich versinkt er in ein allzu intensives Geniessertum und vergisst darüber mehr und mehr seine geistigen Interessen. Seine Erotik ist stark, natürlich und unkompliziert, er versucht seine Partnerin bis zur letzten Neige auszuschöpfen. Im täglichen Zusammenleben ist er meistens liebenswürdig und verträglich, ist aber seine Eifersucht einmal entfacht, kann sie sehr leicht zu einem Feuer werden, das die Harmonie und Eintracht des Familienlebens ein für allemal zerstört. Ist er einmal aus seiner Ruhe gebracht, kann er furchtbar toben, wie er sich überhaupt manchmal als recht jähzornig erweist. Schlechtbestrahlte Stiermänner neigen zur nackten Gier und völligen Unterwerfung unter die Forderungen des Geschlechts. Sie kennen den organischen Zusammenhang zwischen Zärtlichkeit und Liebe nicht und wollen im Liebesakt nur selbst auf ihre Rechnung kommen, ohne auf das Erleben ihrer Partnerin Rücksicht zu nehmen.
SIE trägt die gesunde Mütterlichkeit und Sinnlichkeit der Erde in sich. Sie bringt das Wissen um die Liebe mit, ihre Hingabe ist selbstverständlich und unkompliziert. Dabei ist sie keineswegs frühreif, im Gegenteil, manche Stierfrauen erwachen verhältnismäßig spät zur Liebe, häufig erst dann, wenn sie einen Partner gefunden haben, der sie innerlich ganz erfüllt. Dann aber werden sie ihrer großen Natürlichkeit und Genussfreudigkeit wegen geradezu ideale Liebhaberinnen sein, die es verstehen, ihren Partner auf diesem Gebiet zu immer neuen Wonnen zu führen. Dazu kommt noch ihre anlagemäßig und tief empfundene Mütterlichkeit, mit der sie es verstehen, sowohl ihn als auch ihre Kinder - meistens haben sie deren mehrere - zu verwöhnen.
Stierleute vertragen sich der astrologischen Erfahrung zufolge am besten mit den ihnen gleichgesinnten Angehörigen der Zeichen Steinbock und Jungfrau, auch ein Fischgeborener wird dank seiner Anpassungsfähigkeit und Anschmiegsamkeit mit dem Stier gut auskommen, sowie eventuell ein Waagemensch, der mit dem Stier die Vorliebe für sinnliche Genüsse und eine künstlerische Lebensgestaltung teilt. Weniger harmonisch allerdings sollen sich Verbindungen mit Skorpionen, Schützen und Wassermännern gestalten, da die Ersteren zu hart und schroff, die übrigen hingegen für das Temperament des Stieres zu unbeständig scheinen.
Heim und Beruf - zwei Lebenspole
Das Berufsleben des Stiermenschen wird von zwei besonderen Merkmalen geprägt: von seiner Liebe zum Landleben und seinem Pflichtbewusstsein. Das eine befähigt ihn zum idealen Landwirt, der sein Feld bestellt und es infolge seines ausgeprägten Sinnes für materielle Werte auch meist zu etwas bringt. Das andere hingegen macht ihn für jeden verantwortungsvollen Beruf geeignet, vor allem für solche, die mit finanziellen und materiellen Dingen zu tun haben.
Er ist ausdauernd und zäh, doch beileibe nicht wendig. Umstellungen und Veränderungen bedeuten ihm eine Qual, auch wird er in allem seine eigene Methode haben und dieser auf Gedeih und Verderben treu bleiben. Als Untergebener ist er pünktlich und korrekt, als Vorgesetzter ruhig und gerecht, freilich aber auch ziemlich unbelehrbar, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat.
Ihr ausgeprägtes Gefühl für künstlerische Werte befähigt Stiere nicht selten zu außerordentlichen künstlerischen Leistungen, die sie sich und der Materie mit großer Ausdauer abringen. Es finden sich bedeutende Bildhauer und Komponisten unter ihnen.
Stierfrauen erkennen ihren Beruf vor allem im Bereiche ihres Heimes. Sie sind klug, haushälterisch und haben eine ausgesprochene Begabung für alle hausfraulichen Belange. Sie verstehen es, ihr Heim liebevoll zu gestalten und gehen in der Sorge um Kinder und Gatten förmlich auf. Ist ihnen dabei der künstlerische Schwung ihrer Herrin Venus verlorengegangen, werden sie allerdings leicht zu Hausweibchen und Spießerinnen, deren Interesse nicht über ihre vier Wände hinausreicht und denen blank geputzte Fenster und ein neues Kochrezept den Himmel auf Erden bedeuten.
Besitz - sein Lebenselixier
Das, worauf es dem Stier in seinem Dasein am meisten ankommt, ist die Erhaltung, Verwertung und der Genuss realer irdischer Güter.
Konservativ in seiner Veranlagung versucht er zu halten, was er einmal durch zähe Arbeit erworben hat. Er steht mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit und der Boden ist es vor allem, der ihm zum Schicksal wird. Große Erschütterungen werden in ihm nur durch die Bedrohung seiner sozialen Sicherheit und durch plötzliche einschneidende Veränderungen hervorgerufen. Die erotische Betonung seines Wesens bedingt in Verbindung mit seiner Häuslichkeit eine besondere Begabung für das Ehe- und Familienleben, das aber durch seine oft heftigen Zornausbrüche häufig gestört wird. Wenn er den Genüssen des Lebens und der Tafel nicht zu sehr ergeben ist, wird er wegen seiner robusten Natur häufig ein hohes Alter erlangen.

3.3.07 14:41
 


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