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Steinbock

Karg in den Formen
ER ist meistens mittelgroß und schlank, manchmal sogar hager. Das Gesicht zeigt markante Züge, die Nase tritt scharf hervor, seine Haut ist meist bleich. Die Augen liegen tief und blicken ernst bis düster, im Alter zeigen sich zu beiden Seiten des Mundes tiefe Furchen, die dem Gesicht einen leidenden missmutigen Zug verleihen. Sein Gang ist langsam, seine Gebärden gemessen. Er lächelt selten und zeigt überhaupt wenig Begabung zum Frohsinn. SIE weist gleichfalls eckige bis harte Konturen auf, Schlank in der Jugend, wird sie im vorgerückten Alter häufig hager. Ihre Gesichtszüge sind meist scharf geschnitten, die Lippen schmal, die Augen übergroß und sehr ausdrucksvoll.

Das Wesen des Steinbocks wird vor allem durch seinen enormen Ehrgeiz und großen Fleiß bestimmt. Er ist der Mensch, der überlegt, der seine Kräfte in der inneren Konzentration sammelt, der seine Ziele wägt und misst und der vollendet, was er begonnen hat. Er ist immer unterwegs zur Tat, die sein innerstes Wesen darstellt. Er gleicht dem Hirten, der zur Krippe eilt, er möchte aus der Nacht vordringen ins Licht der Erlösung. Er erhofft sich Selbsterlösung aus der Tat, die für ihn beinahe zum Selbstzweck wird. Dieses Streben nach Taterlösung und das Wissen um das Leid der Welt, das diesem Typus vor allem eigen ist, machen ihn hart, schroff und verschlossen. Er ist wie ein Felsen, wuchtig, ragend und karg in seinen Ausdrucksformen. Karg ist der Steinbock auch in seinen Äußerungen des Gefühls. Eine tiefe innere Scheu und Verletzbarkeit, die ihm etwas jungfräuliches verleiht, hindert ihn, sich als Liebenden zu offenbaren. Hat er sich aber erst einmal hingegeben, dann ist er die Verkörperung der Treue. Er weiß nichts von der Glut lebendiger Leidenschaft, von der Fülle und der Verschwendung der Liebe, sein Gefühl ist gleichbleibend und stetig, dabei den ganzen Menschen erfassend. Er nimmt die Liebe wichtig, sie ist für ihn ein schweres, ernstzunehmendes Problem, über das er nachdenkt, nicht eine Festung, die man im Sturm erobert, oder ein Strom, in den man sich stürzt. Gute Steinböcke sind sparsam und beständig, in ihrem Tatstreben aufgehend und von einem lebendigen Ehrgeiz erfüllt. Ihr Denken und Fühlen ist ichbezogen, sie leben aus der Pflicht, die ihnen Lebenselement bedeutet. Dabei neigen sie zur Bewahrung traditioneller Gepflogenheiten und stellen den Prototypus des Puritaners im guten Sinne des Wortes dar. Makellos in der Ehrlichkeit, stark im Beharren, aber karg im Geben, das sind die Wesenszüge des guten Steinbocks. Der schlechte hingegen hat einen rücksichtslosen und brutalen Egoismus. Er offenbart dann eine kalte und harte Natur, ist von einem geradezu abstoßenden Misstrauen beseelt, dazu nörglerisch und kleinlich. Seine brutale Kaltherzigkeit und sein grausamer Egoismus stempeln ihn gelegentlich zum Verbrecher.
Ein schwieriger Liebhaber
ER ist in bezug auf die Liebe ein etwas schwieriger Charakter. Es dauert oft sehr lange, bis er sich erschließt. Sein innerer Ernst und Hang zur Melancholie macht jeden Flirt von vornherein unmöglich. Wo er liebt, liebt er aus voller Seele. Der Gedanke an eine Ehe erfüllt ihn nicht selten mit einem gewissen Schrecken. Er scheut sich davor, sein Leben «mit sich allein» mit jemandem teilen zu müssen. In der Werbung ist er äußerst zurückhaltend, ja meistens ist er es, um den geworben werden muss. Ein großes Hemmnis für jedes echte Liebesglück bedeutet sein großes Misstrauen. Dort, wo es einmal erwacht ist, ob berechtigt oder unberechtigt, zieht er sich in sich zurück und schlisset sich mehr und mehr ab. Auch in erotischer Beziehung macht die Liebe dem Steinbock viel zu schaffen. Er scheut sich, sein Empfinden zu offenbaren und ist oft viel schroffer als er eigentlich möchte. Häufig stellt sich bei ihm ein Gefühl des Versagens ein, das seinen Schatten auf alles erotische Erleben wirft.
SIE ist sexuell betont, doch kaltblütig. Sie lässt sich nicht von einer Leidenschaft hinreißen, sondern verbindet damit meist ein sehr reales Ziel. Ehrgeizig wie sie ist, stachelt sie ihren Gatten immer wieder zu gesteigerter Berufsleistung auf. In ihren Gefühlen ist sie gehemmt, häufig sogar frigid, in moralischen Fragen ist sie äußerst engherzig. Einen Fehltritt des Gatten kann sie weder vergessen noch vergeben.
Die einzige Möglichkeit, mit einem Steinbock gut auszukommen ist, ihm immer wieder goldene Brücken zu bauen, ihn glauben zu lassen, dass man ihn liebt und braucht und ihm so weit entgegenzukommen, dass er über den Schatten seiner eigenen Hemmungen zu springen vermag.
Der beste Partner für den Steinbock ist zweifellos der Stier, der wie dieser zurückhaltend und dazu in vielem anpassungsfähig und beständig in seiner Werbung ist. Auch mit Jungfraumenschen versteht er sich gut, da er mit ihnen das Interesse für das reale Leben und eine gewisse Nüchternheit gegenüber den Fragen der Sinnlichkeit teilt. Mit einem Skorpion wird er sich desgleichen vertragen, sofern er diesem ein gewisses Primat überläßt. Wenig glücklich hingegen werden Beziehungen zu den allzu beweglichen «Luftzeichen» und zum Schützen sein. Auch mit einem Widder oder Löwen wird er auf gewisse Schwierigkeiten stoßen, da er von der Lebhaftigkeit dieser Typen so gut wie gar nichts weiß.
Steinbock - ein Berufsfanatiker
Steinbockmenschen eignen sich zu allen Berufen, die ein hohes Verantwortungsbewusstsein verlangen. Sie sind vorbildliche Angestellte und Beamte, auf deren Fleiß, Pünktlichkeit und Genauigkeit man sich verlassen kann. Ihre angebotene Freude an tiefgründigen Studien macht sie zu guten Forschern und Gelehrten, auch für die Erlernung von Sprachen zeigen sie viel Begabung.
Sie sind vorbildliche Untergebene, deren Gewissenhaftigkeit keine Grenzen kennt, und die sich für «ihren» Betrieb aufopfern, aber auch gute Vorgesetzte, die zwar äußerst streng und korrekt, aber auch gütig sind. Ihre beispielgebende Leistung wird allgemein anerkannt, weshalb sie sich besonderer Schätzung erfreuen.
Unter den einfachen Berufen wählt der Steinbock solche, die mit einem gewissen Abschluß zu tun haben, etwa den eines Kranken- oder Gefängniswärters oder auch eines Bergarbeiters.
Pflicht als Schicksal
Arbeit, Pflicht und Machtstreben sind die drei wesentlichen Pfeiler, von denen das Schicksal des Steinbocks getragen wird. Das Leben ist für ihn ein Pensum zum Abarbeiten, und da er über ungeheure Willenskräfte verfügt, gelingt es ihm häufig, die Ziele, die er sich gesetzt hat, zu erreichen. Sein Berufsleben ist dort, wo es ihm gelingt, seine eigenen Grenzen und Hemmungen zu überwinden, meist durchwegs erfolgreich, nicht selten erreicht er hohe Machtpositionen im öffentlichen Leben. Einen gewissen Krisenherd stellt seine Ehe dar, da sein Aufgehen in den beruflichen Pflichten und sein Mangel an Herzlichkeit seine Partner häufig abstoßen werden. Die größten Erfolge hat der Steinbock im fortgeschrittenen Alter zu verzeichnen, wo er die Früchte seiner Arbeit friedvoll genießen kann.

3.3.07 14:40
 


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