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Credits

Designer
Host
Zwilling

Eierkopf und Blaustrumpf
ER ist mittelgroß bis groß, dazu schlank und beweglich, mit schmalem Gesicht und scharfgeschnittenen Zügen. Seine Augen sind meistens sehr ausdrucksvoll, haben aber gelegentlich einen unruhigen, stechenden und manchmal sogar hypnotischen Blick. Das ganze Wesen wirkt bei guten Typen durchgeistigt, am schönsten sind die meist sehr feinen und sensiblen Hände, die die Unruhe des Geistes durch ein lebhaftes Gebärdenspiel unterstreichen. In Amerika wird dieser Typus nicht selten als «Eierkopf » bezeichnet.
SIE ist meist zart und schlank, hat etwas knabenhaft Bewegliches und zeigt demzufolge eine nur geringe Ausprägung der Brust- und Beckenpartie. Sie ist der Typus der «intellektuellen Frau», gelegentlich sogar des richtigen Blaustrumpfs, dessen immer reger Geist sich auch im gesamten Äußeren widerspiegelt.
Leben aus «Reporterperspektive»
Der grundlegendste Wesenszug des Zwillings ist sein überaus lebhafter Geist, seine wichtigste Eigenschaft hingegen ist sein Temperament, seine lebendige Beziehung zur Umwelt, seine rasche Auffassungsgabe. Er will alles kennen lernen, alles erfahren, die Welt erleben, in ihrem Kern erforschen. Wir könnten seine Bemühungen, in das Wesen der Dinge vorzudringen, faustisch nennen, wenn ihm nicht eine gewisse Schwerelosigkeit, Leichtigkeit und Beweglichkeit anhaftete, die den Problemen ihre Bedeutung nimmt.
Der Zwillingsmensch liebt die messerscharfen Definitionen, aber er ist ohne besondere innere Anteilnahme an den Vorgängen des Lebens, gewissermaßen sein eigener Zuschauer. Sein zentrales Streben ist, das einmal Erkannte seiner Umwelt mitzuteilen, sein Weltbild bei seinen Mitmenschen kundzutun. Er braucht den lebendigen Austausch der Gedanken, sein Intellekt ist nicht selbstleuchtend, sondern bedarf des entzündenden Funkens von außen, er ist der Typ der Geselligkeit, dem Einsamkeit Verbannung bedeuten würde. Er empfängt seine Ideen aus seiner Umwelt, wird gewissermaßen von ihr befruchtet. Seine tätige Teilnahme am Leben erfolgt von der Idee her, die für ihn das Leben verkörpert.
Im Zwilling offenbart sich das Mondhaltige, Weibliche des Merkur, das weite Weltempfinden. So ist auch seine Empfindungskraft in die Weite hin angelegt, dem augenblicklichen Eindruck hingegeben und an diesem entzündet. Zwar fehlt es ihm häufig an Tiefe und Nachhaltigkeit des Empfindens, doch versucht er diesen Mangel durch sein immer waches Wissen, durch sein lebendiges Verhaftetsein mit den Ausdrucksmöglichkeiten des Lebens auszugleichen. Er ist der geborene Dialektiker, und deshalb für einen leidenschaftlichen Gegner untragbar. Dank seiner geringen Empfindungstiefe ist er bei günstiger Bestrahlung besonders umgänglich und verträglich. Er fordert für sich Handlungsfreiheit und gewährt sie auch anderen. Wo er aber eine unbedingte Überlegenheit fühlt, ist er tief gebunden, zwingt er seine Rastlosigkeit zur Ruhe, unterwirft er sich voll Hingabe und Bewunderung. Dieser Zustand des entzündeten Enthusiasmus wird andauern, solange der Partner seine Überlegenheit zu wahren weiß. Verliert er sie, muss er allerdings damit rechnen, dass sich die Leidenschaft des Zwillings nach einem anderen Objekt umsieht.
Schmetterling der Liebeskunst
ER ist in seinen Gefühlen impulsiv, lebhaft und unbeständig. Man kann sich nur selten völlig auf ihn verlassen. Seine Begeisterungsfähigkeit reicht immer nur gerade soweit, als er sich von Neuem und Einmaligem gefesselt fühlt. Kommt dann erst einmal die Gewöhnung dazu, ist es mit der Liebe bald vorbei. In den Beteuerungen seiner Liebe ist er ungeheuer demonstrativ und glaubt auch gern an seine eigene Treue, solang er daran glauben will. Seine große Spezialität sind Liebesbriefe, die er mit Schwung zu verfassen weiß und die manchmal sogar ein bedeutendes Zeugnis seiner literarischen Fähigkeiten darstellen. Er betört seine Partnerin durch seinen Charme und seine Galanterie und versteht es durch seine gesellschaftliche Begabung auch spröde Frauen in seinen Bann zu ziehen. Seine Zwiespältigkeit allerdings stürzt ihn oft in recht ausweglose Situationen. Nicht selten glaubt er zwei Frauen gleichzeitig zu lieben und tut es wohl auch. Allerdings darf man ihn in solchen Situationen niemals vor eine Alternative stellen, da er dadurch nur gereizt und unsicher würde. Das einzige Mittel, einen Zwilling wirklich und dauerhaft zu fesseln, ist, ihm immer wieder neu zu erscheinen und ihm Rätsel aufzugeben, die ihn ununterbrochen beschäftigen.
SIE gibt dem Mann ihrer Wahl oft recht schwere Aufgaben zu lösen. Häufig ist sie flatterhaft und neigt zur Oberflächlichkeit. Auch fällt es ihr schwer, sich in einer bestimmten Richtung zu entscheiden. Oft stehen solche Frauen in ihrer Jugend in einem Kreuzfeuer der Werbung, ohne sich in einer bestimmten Richtung zu binden. Später wenden sie sich dann, um so mehr, als sie häufig enttäuscht werden, ausgesprochen geistigen Interessen zu und werden manchmal sogar zu richtigen «Blaustrümpfen». Die Gefühle sind schwach, die sexuellen Interessen daher weitgehend zurückgedrängt. Die Liebe wird zuerst als erotische Sensation und später als Experiment betrachtet. Bleibt sie unbefriedigt, was bei Frauen dieses Typus häufig der Fall ist, steigert sich ihre Überempfindlichkeit nicht selten zu ausgesprochen neurotischen Erscheinungen und sie verstehen es dann, ihrem Gatten in des Wortes wahrstem Sinne die Hölle heiß zu machen. Die beste Ehe für sie ist zweifellos eine Kameradschaftsehe.
Anlagemäßig verträgt sich der Zwilling am besten mit Wassermann- und Waagemenschen. Gleichgestimmtes Temperament, wache Geistigkeit und lebhafte Betätigung in der Welt des Intellekts schaffen die Grundlage für eine harmonische Gemeinschaft. Auch Widder- und Löwebindungen können sich unter Umständen als Erfolg erweisen, da ihn mit diesen beiden Zeichen sein rasches Temperament und sein ungestümes Vorwärtsdrängen verbindet. Jungfrauen, Steinböcke und Krebse dagegen werden es mit einem Zwilling nicht leicht haben, weil ihnen seine Sprunghaftigkeit und sein flatterhaftes Wesen in der Seele zuwider ist. Auch dem Skorpion sind wenig Chancen gegeben, mit einem Zwilling glücklich zu werden, weil er eine Ausschließlichkeit des Herzens fordert, die jener nicht gewähren kann.
Intellekt als Berufung
Infolge seiner intellektuellen Neigungen ist der Zwillingsmensch für alle geistigen Berufe geeignet. Er ist überall dort zu Hause, wo großer Scharfsinn und geistige Klarheit gefordert werden. Deshalb gibt er einen ausgezeichneten Rechtsanwalt und Journalisten ab und ist auch für diplomatische Berufe sehr geeignet.
Sein Scharfsinn sichert ihm Erfolge auf kaufmännischem Gebiet, was bei seinem Gestirnherrn Merkur nicht weiter verwunderlich ist. Er versteht es die Massen für sich zu begeistern und ist äußerst redegewandt. Antonius, der an der Totenbahre des großen Cäsar die Massen binnen weniger Minuten umzustimmen wußte, dürfte demnach wohl ein Zwilling gewesen sein ...
Menschliche Beziehungen - sein Schicksal
Die Schaffung persönlicher Beziehungen ist das Zentralanliegen des Zwillingmenschen. Gesellschaftliche Gewandtheit, Ausdrucksfähigkeit und Sensationslust beeinflussen sein Leben in einem entscheidenden Maß. Innerlich ruhelos, gestaltet sich auch sein Leben meistens unruhig und manchmal sogar abenteuerlich. Zwar ist er kein ausgesprochener Berufsmensch, doch wird er infolge seiner persönlichen Liebhabereien und Interessen immer voll ausgelastet sein. Abhängigkeit und Einschränkung bedeuten ihm eine unerträgliche Last. Infolge seiner schwankenden Interessen wird es häufig zu mehreren Ehen in seinem Leben kommen.

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Widder

Mann und Frau
ER ist meist hochgewachsen und sehnig, mit betonten Bewegungen und einem festen entschlossenen Gang. Seine Gesichtszüge sind scharf ausgeprägt, die Stirn nach oben zurückweichend, der Hals lang, die Nase markant, die Kinnpartie stark entwickelt; das Haar wellig, das Auge scharf und nicht selten von einer gewissen Suggestivkraft, die Stimme herrisch und befehlsgewohnt. Er ist rein vom Äußeren her dazu geschaffen, Hindernisse im Flug zu nehmen, zu erobern und zu herrschen.
SIE ist, wenn es sich um eine echte Widderfrau handelt, häufig so etwas wie ein Dragonertyp, mit gelegentlich schon beinahe männlichen Zügen und einer burschikosen Art. Meint es Frau Venus gut mit ihr, strahlt sie eine gewisse eigenwillige Anmut aus, die ihrem Wesen einen besonderen Reiz verleiht.
Verschwender des Lebens
Lebensfreude, Optimismus und Kraft sind seine hauptsächlichsten Kennzeichen. Sein Tatendrang wird nicht selten zum Selbstzweck, dem er sich unbeschwert von allen Problemen und sachlichen Erwägungen hingibt, um dabei doch stets an der Oberfläche des Lebens zu bleiben. Die Ideen, die ihm zufliegen, behandelt er wie ein Spielzeug und drängt so von einer Handlung zur nächsten. Er weiss nichts von der inneren Qual des Schaffenden, von dem Ringen des Geistes mit der Materie. Probleme sind für ihn nur da um schnell gelöst zu werden; kann er das nicht, übergeht er sie einfach.
Aus der Überfülle seiner Kraft heraus wird er leicht zum Verschwender auch der materiellen Güter des Lebens. Er will sich mit der Schwere des Besitzes nicht belasten und auch nicht mit der Kompliziertheit feiner menschlicher Regungen. Er ist rastlos und im Innersten unbefriedigt, weil seine hochgespannten Erwartungen ihm jedes Ziel als ungenügend erscheinen lassen, sobald es erreicht ist.
Der «gute» Widder ist förmlich die Verkörperung des strahlenden Lebens, getragen von einem unbändigen Optimismus, einer intensiven Lebensfreude und einer ungewöhnlich stark entwickelten Suggestivkraft. Sein besonderes Kennzeichen ist die absolute Gradlinigkeit und Aufrichtigkeit, die ihn zum Gegner aller Falschheit macht. Handelt es sich um einen negativen Typus hingegen, nimmt seine Lebensfreude die Form der Ausschweifung an, seine Rastlosigkeit gewinnt neurotische Züge, sein Führungsanspruch wird zur reinen Anmaßung. Was immer er anfaßt, übereilt er, es fehlt ihm jeder Sinn für das rechte Maß, sein Hauptargument ist der Streit. Sinnloses Zerstören und brutale Vergewaltigung wird zum Selbstzweck.
Ein Draufgänger der Liebe
Die innere Rastlosigkeit des Widder macht sich - wie könnte es anders sein, auch in der Liebe bemerkbar. Er gelangt früh zur Erkenntnis der Liebe und seine Jugendabenteuer hängen ihm oft ein ganzes Leben lang nach, auch wenn sie manchmal viel mehr dem Widerstand gegen seine Umgebung als einem echten Gefühl entspringen.
ER ist ein großer Draufgänger, der schnell entflammt ist und in der Eroberung stets den kürzesten Weg geht. Dabei scheut er allerdings keine Anstrengungen. Vom Casanova bis zum rasenden Othello beherrscht er die Klaviatur der Gefühle meisterhaft, ist drängend in seiner Werbung, ungeduldig in seiner Zärtlichkeit und oft von einer nicht zu unterschätzenden Brutalität, weil es ihm an Gefühl für die zarten Schwingungen der Seele fehlt. Er ist allerdings auch leicht enttäuscht, weil das Bild seiner Sehnsucht immer vollkommener ist als die Erfüllung.
Seine unbändige Tatenlust hindert ihn daran, den Begriff der Treue zu ernst zu nehmen, obwohl er selbst schrecklich eifersüchtig ist, sogar dann, wenn ihm seine Partnerin keinen Anlass dazu gibt. Natürlich will er in Ehe oder Verhältnis die absolute Führerschaft, wobei es für den unterlegenen Teil am besten ist, wenn er sich mit Humor in die Sache schickt. Sonst könnte es sein, dass die beiden Liebespartner sich eines Tages wie Boxer in der Arena gegenüberstehen. Da Widdermänner sehr leicht gläubig und über alle Massen eitel sind, wird eine kluge Frau seine Führerschaft nach außen hin anerkennen und ihn im geheimen dafür um so sicherer am Gängelband führen. Dort, wo man an seine Großzügigkeit appelliert, kann er nicht umhin, diese unter Beweis zu stellen, bringt man ihm Offenheit und Vertrauen entgegen, wird er diese kaum je enttäuschen. Schwierig wird er vielmehr erst dort, wo sein Trotz herausgefordert wird. Nach dem Rezept «Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil» sollte man Widdermänner lieber nicht behandeln.
Da seine Sinnlichkeit stark entwickelt ist, gerät er nicht selten in erotische Abenteuer und sinnliche Ausschweifungen, die ihm unter Umständen gefährlich werden können, aber auf jeden Fall den Bestand einer ehelichen Gemeinschaft in Frage stellen. Von seiner Partnerin erwartet er auf dem Gebiet der Erotik eine unbedingte Hingabe und ein leidenschaftliches Eingehen auf seine Wünsche, das mit sanfter Anschmiegsamkeit gepaart sein soll.
SIE ist in ihrem Wesen manchmal etwas männlich und schon ganz sicher nicht anschmiegsam und passiv. Sie hat es in Liebe und Ehe darauf angelegt, ihren Partner unter den Pantoffel zu bekommen, ist aber, wie alle Herrenmenschen enttäuscht, wenn ihr dies wirklich gelingt. Sie ist sehr eifersüchtig, was mehr auf ihre starke Selbstachtung und ihren leicht verletzbaren Stolz zurückzuführen ist, als auf enttäuschtes Liebesempfinden. Ist ihre Herrschsucht zu stark ausgeprägt, wird sie zur richtigen Xanthippe, die dem Manne das Leben zur Hölle macht und sich auch sonst als echter Weibsteufel nicht gerade von den besten menschlichen Seiten zeigt. Dafür ist die «gute» Widderfrau eine geradezu unermüdliche Mitarbeiterin und tatkräftige Helferin vor allem des schwächeren Gatten, den sie dauernd beschützend unter ihre Fittiche nimmt, während sie mit einem ebenbürtigen Partner die längste Zeit ihres Lebens um die Vorherrschaft ringt.
Des Widders ideale Partner sind, wenn man den Erfahrungen der Volksastrologie Glauben schenken will, Leute, die im Löwe- und Schützezeichen geboren wurden. Sie bringen für sein Wesen am meisten Verständnis auf und fühlen sich innerlich gleichgestimmt. Auch Wassermann und Zwillingstypen bringen mitunter eine ideale Widderehe zustande, da sie die notwendige Klugheit besitzen, ihn so zu nehmen wie er ist, und ihr innerer Schwung und ihre Beweglichkeit sie ihm besonders nahe bringt. Schwieriger hingegen hat er es mit einem Partner seines eigenen Zeichens oder mit einem Skorpion oder Steinbock, weil diese Typen wenig Anpassungsfähigkeit und viel Eigensinn haben und sich seinem Führungsanspruch kaum jemals unterordnen können.
Der Widdermensch im Beruf
Sein Charakteristikum weist zugleich die Richtung seiner Berufsgestaltung. Was er nicht kann, ist sich unterordnen und einfügen. Deshalb wird er in einer «untergeordneten Stellung» gelegentlich auf Schwierigkeiten stoßen, vor allem aber kein gerade idealer Beamter werden. Berufe, in denen er nur gehorchen muss, üben bestimmt keine Anziehungskraft auf ihn aus. Dafür bringt er es in jenen um so weiter, in welchen ihm keine Grenzen gesetzt sind. Am wohlsten fühlt er sich als echter Sohn des Mars natürlich in der militärischen Laufbahn, d. h. wenn er es dabei zu etwas bringen kann. Seine Mannschaft geht dann für ihn durchs Feuer, seine Verwegenheit kennt keine Grenzen. Phantasie und Schwung sind sein Lebenselixier, in den freien Berufen findet er nicht selten seine Berufung und wird darin gelegentlich zum echten Revolutionär.
Sein Schicksal
Veranlagung und Charakter formen des Menschen Schicksal. Daher ist es kein Wunder, dass im Mittelpunkt der Lebensgestaltung des Widdermenschen immer wieder die Tat steht, das Abenteuer, der Wille und der Widerstand gegenüber der Umwelt. Er liebt das Risiko und geht fast immer erfolgreich daraus hervor, er liebt seine Freunde, soweit sie ihm untertan sind, er liebt das Leben, das ihm die Möglichkeit zur Selbstentfaltung gibt. Doch hat er keinerlei Beziehung zu den wirtschaftlichen und finanziellen Problemen seines Lebens - Gewonnenes zerrinnt ihm leicht zwischen den Fingern, gegen seine Feinde versucht er sich nicht zu verteidigen, sondern geht gleich zum Angriff über

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Wassermann

Charme und Grazie
ER zeichnet sich durch seine ebenmäßig schlanke Figur aus. Sein Gesicht ist länglich oder rundlich, das Kinn markant, jedoch ohne scharf zu sein. Das schönste an ihm sind seine Augen, die ungewöhnlich groß und ausdrucksvoll sind. Sein Haar wirkt meist sehr fein, sein Gang ist leicht und sicher. Er bewegt sich so anmutig, als ob er Musik in den Adern hätte. SIE ist äußerst zierlich und anmutig und verbreitet einen ungewöhnlichen Charme. Meist ist sie nicht sehr groß, aber äußerst beweglich und hat interessant geschnittene Gesichtszüge mit großen, sehr lebhaften Augen.
Ein Leben der Unabhängigkeit
Der Charakter des Wassermannmenschen wird getragen von einem äußerst starken Gefühl persönlicher Unabhängigkeit. Der Grundzug seines Wesens liegt in der hohen Meinung, die er von sich selber hat. Er betrachtet sich als etwas bereits Abgeschlossenes, weshalb ihm häufig die letzte und tiefe Reife fehlt. Im Wassermann hört das Streben auf, der in ihm Geborene erwartet von der Welt, dass sie zu ihm kommt, statt er zu ihr. Er fühlt sich jenseits von Gut und Böse, d. h. jenseits der menschlichen Maßstäbe stehend. Alles Beengende und Begrenzende lehnt er ab. Für ihn gibt es keine Unmöglichkeit. Er will den Stoff sich völlig unterwerfen und spannt die ganze Umwelt in seinen Dienst, um dieses Ziel zu erreichen. Der Wassermann erwartet von den Gütern der Welt, dass sie ihm in den Schoss fallen. Seine Haltung ist im wahrsten Sinne des Wortes amoralisch, ohne deshalb unmoralisch zu sein. Er ist gewissermaßen seine eigene Moral und sein eigenes Gesetz. Seine stärkste Opposition gilt der Tradition, sein ganzes Interesse der Erneuerung und Eroberung des Unbekannten. Ein guter Wassermann ist von einem lebendigen Wissensdrang beseelt, von einer künstlerischen Instinktsicherheit und Vorliebe für ästhetische Werte. Seine Sympathien und Antipathien sind sehr entschieden, aber meistens ohne jeden vernünftigen Grund. Die Erwartungen, die er an das Leben stellt, gehen häufig weit über das Erreichbare hinaus, weshalb Wassermannmenschen oft unter Enttäuschungen zu leiden haben, die sie aber bei ihrem sanguinischen Temperament leicht überwinden. «Schlechte» Wassermänner allerdings sind von einem brutalen Egoismus, denen nichts heilig ist außer der eigenen Person, ihre Verneinung der Autorität grenzt an Gottlosigkeit, ihre Beziehungen zur Umwelt sind gefährlich und unbeständig. Grund aller ihrer Handlungen ist die maßlose Überschätzung ihres eigenen Ich.
Eingebungen der Liebe
ER ist in bezug auf die Liebe ziemlich kompliziert. Sein Unabhängigkeitstrieb wehrt sich gegen alle festen Bindungen und seine Neugier macht ihn aufgeschlossen für alle Abenteuer. Häufig ist er äußerst flatterhaft. Er fängt schnell Feuer und ist ebenso schnell wieder enttäuscht, zumal er den Gegenstand seiner Neigung stets idealisiert. In erotischer Beziehung zeigt er sich eher kühl, jedenfalls sind seine Beziehungen mehr auf Interesse und Bewunderung als auf heftiger Leidenschaft aufgebaut. Zwar ist er sehr liebenswürdig, doch behält er sein Innerstes stets für sich. Seine Zärtlichkeit ist verspielt und häufig auf Experimente gerichtet, seine Neugier und eine äußerst scharfe, psychologische Beobachtungsgabe beherrschen ihn bis hinein ins Schlafzimmer. Mehr als andere Tierkreistypen neigt er auch zu Perversionen aller Art, aber auch zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Nicht selten finden wir in diesem Zeichen auch ausgesprochen narzisstische Veranlagungen, denen ihr eigenes Ich auch in erotischer Beziehung genug ist. Im ehelichen Zusammenleben ist er nicht immer der bequemste Partner, das einzige Mittel ihn zu fesseln, ist, ihm zeitlebens ein Rätsel zu bleiben. SIE ist unkonventionellen Bindungen äußerst zugänglich, nicht selten launenhaft und durch ihre persönliche Eigenart bestrickend. Dabei ist sie innerlich eher kühl, die Sexualität bedeutet ihr nur wenig, während sie vor allem seelisch-geistige Interessen an ihren Partner fesseln. Versucht man sie zu etwas zu zwingen, rebelliert sie nicht selten durch Untreue, dort, wo man in ihr nur das Weib sieht, wird sie sich eher verschließen. Sie ist nicht gerade eine bequeme, aber eine äußerst anregende und interessante Partnerin, wenn man nur versteht, sie so zu binden, dass sie nichts davon merkt.
Im allgemeinen werden Wassermannehen, wenn die Gegensätze nicht zu Groß sind, zwar meist harmonisch verlaufen, doch nicht immer von langer Dauer sein.
Wassermannmenschen harmonieren am besten mit Personen, die dem Zeichen der Zwillinge oder Waage angehören. Bei dem einen finden sie Verständnis für ihre Ideen und Pläne, bei dem anderen die notwendige Bewunderung. Temperamentmäßig stehen ihnen auch Schütze- und Widdertypen nahe, da sie mit den einen der lebensfrohe Optimismus, mit den anderen hingegen die Tatkraft und Energie verbindet. Ungünstig werden sich dagegen in der Mehrzahl Ehen mit einem Jungfrau- oder Steinbockpartner erweisen, da zu wenig gemeinsame Interessen und auch zu wenig Anpassungswille vorhanden ist. Auch der Skorpion ist nicht gerade ein idealer Partner, weil die Totalität der Liebe, die er fordert, dem Wassermann zeitlebens unverständlich bleiben wird.
Fortschritt um jeden Preis
Wassermannmenschen eignen sich vor allem zu Berufen, die mit der Naturwissenschaft zusammenhängen. Sie sind ausgezeichnete Naturforscher, Astronomen und Geologen. Ihr großes Interesse an Neuem und Fortschrittlichem macht sie für technische und physikalische Berufe äußerst aufgeschlossen. Viele von ihnen leisten Hervorragendes in der modernen Technik. Erfindungen, Planungen und Messungen sind ihr Element. Vor allem die Aeronautik und die Raketenwissenschaft sind ihr Gebiet.
Ihre hohen intuitiven Begabungen machen sich meist in künstlerischen Leistungen von ungewöhnlichem Format bemerkbar. Dabei suchen sie stets neue Wege, sie wollen etwas Einmaliges und Neues hervorbringen. Ihr Stil ist häufig revolutionär, so dass sie sich nicht immer leicht durchzusetzen vermögen. Hin und wieder lehnen sie alles Bisherige ab und verfallen auf durchaus außergewöhnliche Methoden.
Der große Künstler dieses Typus aber ist ein souveräner Herrscher in seinem Reich, der keine Schranken kennt und sich selbst Gesetz ist, der aus einer unendlichen Fülle inneren Reichtums schöpft und, jenseits der Gesetze der Zeit stehend, für die Ewigkeit Gültiges schafft.
Problematik der Erneuerung
Das Streben nach freundschaftlichen Beziehungen und eine humanistische Lebensauffassung sind die Grundanliegen dieses Typus, aus welchen sich sein Schicksal entwickelt. Das gesellschaftliche Leben ist die notwendige Voraussetzung für seine Entfaltung. Er hat einen guten Kontakt mit der Öffentlichkeit und sucht und findet die Anerkennung seiner Umgebung. Seine innerseelische Beziehung zur Ehe ist harmonisch, doch kann sie durch zu starke Eigenwilligkeit gefährdet werden. Auf wirtschaftlichem Gebiete ist er häufig problematisch, da ihm der Sinn für materielle Gegebenheiten fehlt. Sein sprunghafter Wechsel von Sympathie und Antipathie bringt unerwartete Verbindungen. Der berufliche Ehrgeiz ist im allgemeinen gering, seine Beziehung zur geregelten Arbeit nicht die beste.

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waage

Liebling der Venus
ER ist meist von gewinnendem Äußeren und ebenmäßiger Gestalt. Seine Haltung hat eine natürliche Anmut, seine Bewegungen sind ebenmäßig und geschmeidig, die Gesichtszüge von großer Regelmäßigkeit und oft förmlich als klassisch anzusehen. Die Nase ist gerade und schön, der Mund gut geformt und etwas sinnlich, die Augen sind samtig und haben einen warmen Blick. Seine Hände sind gut geformt und sehr gefühlvoll.
SIE ist oft von gewinnendem Liebreiz und einer großen Anmut. Ihr Körper ist zierlich und schlank, dabei aber doch von einer deutlich ausgeprägten Weiblichkeit. Ihr Gang ist leicht beschwingt und hat viel Rhythmus. Sie ist sehr charmant und zieht die Männer an wie das Licht die Motten, dazu hat sie die Geschmeidigkeit und Gewandtheit einer großen Dame, doch wirkt sie manchmal etwas kühl und isoliert.
Sinnenfreude als Bestimmung
Der Waagemensch ist seinem Wesen nach ein ästhetischer Sinnenmensch. Seine Leidenschaft gilt dem Schönen, Erhabenen und Harmonischen. Er sucht die Bindung, die Ergänzung mit einem liebenden und verständnisvollen Partner, aber seine Hingabefähigkeit ist nicht tief genug. Seine strahlende Liebenswürdigkeit und Anmut bezaubert und auch er sucht die Verzauberung der Liebeshingabe. Infolge seines Überschwanges und seiner Unbeständigkeit aber ist ihm die tiefe Bindung versagt, er ist wie ein Schmetterling, der von einer Bezauberung zur nächsten, stärkeren eilt und in allen die immer größere Harmonie und Schönheit sucht.
Sein Schönheitssinn und seine Hingabe an die Freuden der Welt machen den Venus-Waagetyp zu einem ausgesprochenen Sinnenmenschen, sind doch die Sinne das einzige Instrument, mit dem er die Schönheit der Erde voll aufzunehmen vermag. «Trinkt ihr Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt», dieses Wort scheint in erster Linie für den Waagemenschen zu gelten. Sein Schönheitshunger aber macht ihn zum Sklaven der Äußerlichkeit, er vergisst über der schönen Form häufig den Inhalt. Deshalb wird er in ungünstiger Situation oft leichtfertig, kokett, oberflächlich und allen unnatürlichen Triebrichtungen zugänglich sein, wobei ihm freilich bei allen Fehlern immer noch eine gewisse Liebenswürdigkeit anhaftet, der seine Opfer rettungslos verfallen.
Sinnenmensch
Seine Liebesbegabung ist enorm. Er sucht in der Erotik die Vielfalt der Formen, das Experiment und die Abwechslung, nicht nur des Partners, sondern auch der Formen. Waagemänner sind da von einer immer wachen Neugier, allerdings fällt auch das ästhetische Moment stark ins Gewicht. Die Hinneigung zum anderen Geschlecht ist so groß, dass er nur sehr schwer allein zu leben vermag. Seine Liebesfähigkeit umfaßt alle Skalen des Gefühls vom echten Liebesrausch zum primitiven Sinnentaumel und zur «platonischen» Verehrung. Unerfülltes Liebesstreben erhebt sich in ihm sehr leicht zu künstlerischen Leistungen. Er ist äußerst feinfühlend in seinen Liebesbeziehungen, erwartet dasselbe aber auch von seinem Partner. Dort, wo er sich einmal abgestoßen fühlte, zieht er sich in sich selbst zurück und wird kalt und verschlossen.
SIE ist eine Meisterin der Liebe und hat gelegentlich etwas von dem Glanz einer klassischen Hetäre an sich. Dazu verfügt sie über eine große erotische Anziehungskraft, der die Männer im Flug erliegen. Sie ist äußerst eitel und liebt es bewundert zu werden, inmitten ihrer Kavaliere Hof zu halten ist ihr Lebenselixier, weshalb ihre eheliche Treue manchmal etwas gefährdet erscheint. Wenn sie nicht eine tiefe Liebe an ihren Partner bindet, führt sie nicht selten ein abwechslungsreiches und amouröses Leben, in dem der Flirt eine große Rolle spielt. Im Verhältnis zur großen Bedeutung des gesellschaftlichen Rahmens nimmt der Sexus nur eine verhältnismäßig untergeordnete Rolle ein. Wohl will sie ihren Partner bestricken und verwirren, wohl weiß sie um die feinsten Nuancen des Liebesspiels, aber in ihrem Herzen bleibt sie immer ein wenig zurückhaltend und auf sich selbst bezogen.
Ehen mit Waagemenschen gestalten sich meistens harmonisch und glücklich, wenn man nur ihre Eigenart beachtet und ihre Gefühle nicht verletzt.
Temperamentmäßig passen die beiden luftigen Zeichen Zwillinge und Wassermann am besten zur Waage, doch wird sie sich auch ausgezeichnet mit einem Löwen oder Schützen verstehen. Mit dem einen teilt sie die Prunkliebe, mit dem anderen die Freizügigkeit. Auch der Stier in seiner gemütvollen Sinnlichkeit und seinem Kunstverständnis kann als harmonischer Partner gelten.
Hingegen sollten sich Waageleute lieber nicht an einen Jungfrau- oder Steinbockmenschen binden, da diese zu wesensfremd sind. Auch der Skorpion bietet verschiedene Gefahren und ist vor allem in puncto Sexus zu anspruchsvoll für die überaus sensible Waagefrau.
Der Berufsästhet
Infolge seiner Veranlagung eignet sich der Waagemensch vor allem für künstlerische Berufe. Starke Begabung des Schauspiels und Tanzes sowie auch der leichten Muse sind nicht selten. Kunsthandwerk und Kunstgewerbe sind gleichfalls Betätigungsfelder, in denen sich der Waagemensch zu Hause fühlt, weil er seinem Streben nach ausgewogenen Formen nacheifern kann. Seine Begabung zur Gestaltung eines schönen Heimes kann sich in innenarchitektonischen Leistungen offenbaren. Infolge seines Gerechtigkeitssinnes eignet sich der Waagetypus gut zum Richter, doch spielt ihm seine Beeinflussbarkeit manchen Streich. Auch gute Beamte gehen aus diesem Typus hervor, ebenso wie gerissene Diplomaten, die durch ihr angenehmes Äußeres und durch ihre besondere Schmiegsamkeit auffallen.
Partnerschaft als Schicksal
Die Partnerschaft ist die zentralste unter den schicksalsgestaltenden Kräften des Waagemenschen. Sein ganzes Wesen ist nur auf den Kontakt mit dem liebenden und geliebten Partner abgestimmt. Die Ehe ist für ihn das wichtigste Lebensgebiet, lebt er allein, wird er versuchen diesen Mangel durch andere erotische Beziehungen auszugleichen. Aus der Gefühlsbegabung erwächst häufig echte künstlerische Leistung, durch die die Anerkennung der Umwelt erworben wird. Finanziell macht sich häufig eine mangelnde wirtschaftliche Begabung bemerkbar.

3.3.07 14:41


Stier

Erdenschwere und Sinnesschönheit
ER fällt durch seine untersetzte, etwas gedrungene Figur auf. Sein Nacken ist breit, ein richtiger «Stiernacken», der Hals kurz, die Kinnpartie eckig. Die Schultern sind breit, das Gesicht meist voll, rund und von einem gesunden Rot, das an Landluft und Erde erinnert. Die Stirn ist relativ niedrig, die Nase kurz, die großen, meist sanftmütig blickenden Augen von dichten Brauen beschattet. Sein Gang ist langsam und bestimmt, von einer gewissen erdhaften Schwere, seine Bewegungen sind sparsam und zielbewusst.
SIE ist gelegentlich von einer ins Auge fallenden sinnlichen Schönheit. Alles an ihr ist betont weiblich, gut entwickelte Brüste und ein breites Becken kennzeichnen ihre gesunde Sinnlichkeit und Empfängnisbereitschaft. Im späteren Alter allerdings neigt sie nicht selten zu einem beachtlichen Fettansatz, unter dem die Konturen mehr und mehr verschwimmen.
Beharrung in Grenzen
Der wesentlichste Charakterzug des Stiermenschen ist sein Beharrungsvermögen. Er ist nicht aus sich selbst heraus tätig, sondern wird es erst über einen Widerstand hinweg. Er braucht ein «rotes Tuch», einen Sinnesstachel, bevor er seine Aktivität verwirklicht. Sein inneres Gesetz ist nicht die Handlung, sondern das Warten. Dieser Zustand des Verharrens ist allerdings auch seiner Aktivität eigen, wenn sie einmal angestachelt ist. Er wird dann nicht ruhen und rasten, bis er an sein Ziel kommt, sogar dann noch, wenn er längst eingesehen hat, dass er es nicht erreichen kann.
Seine Haltung ist dabei sowohl ehrlich als auch töricht, ehrlich, weil er bis zur letzten Konsequenz zu seinen Taten steht, töricht, weil er damit gelegentlich wider seine Vernunft und bessere Einsicht handelt. Dabei verfügt er allerdings über einen beträchtlichen Kräftespeicher, er ist meistens der Mann, der den längeren Atem hat. Er weiß auch um seine Kraft und ist von einem großen inneren Selbstvertrauen, aber auch von einem Vertrauen zur Umwelt. Stiermenschen wollen nur das Gute sehen, sie sind geduldig, ruhig und verlieren nicht leicht die Nerven. Unsicher und unruhig wird der Stiermensch nur dort, wo er liebt. Seine oft etwas derbe äußere Haltung verbirgt ein unendlich anschmiegsames Innenleben, das nur allzu leicht verletzt wird. Wir können hier mit Recht von einer rauhen Schale sprechen, die einen weichen Kern verbirgt.
Das zweite wichtige Wesensmerkmal des Stieres ist die Bewahrung des einmal Erworbenen. Auch dies erklärt sich aus seiner Grundhaltung des Beharrens. Hilflos wird der Stier dort, wo sich sein Äußeres oder inneres Weltbild schlagartig verwandelt. Vor neuen Eindrücken und ungewohnten Situationen steht er unbeholfen, stammelnd, nach Ausdruck ringend. Dort, wo es darum geht, sein vertrautes Weltbild festzuhalten, wird er kein Mittel unversucht lassen, er wird flehen, bitten und beschwören, ja er wird sogar versuchen mit Gewalt das Fliehende zu halten.
Sein Eigentumssinn ist scharf ausgeprägt und aus seiner Beharrlichkeit und seiner Erdverbundenheit zu erklären. Er weiß um den Wert irdischen Besitzes und will ihn sich bewahren. Der Stiermann betrachtet aber auch die Geliebte als seinen Besitz, sein körperliches und geistiges Eigentum. Er ist an sich nicht ideenreich, sein Weltbild hat nichts von der schwellenden Fülle an sich, wie wir dies etwa beim Widder oder Löwen beobachten können. Er ist seinen Sinnen verhaftet und erlebt die Welt durch diese Sinne. Deshalb ist seine Triebnatur so ausgeprägt. Sein Beharrungsvermögen hält ihn auch hier in den Bezirken des Triebes fest, er bleibt an die Scholle gebunden, an den Urtrieb, an das Mann- und Weiberlebnis des Sexus.
Der Stiermensch guter Prägung ist ausdauernd und arbeitsam, ein Mann, der sein Haus und seinen Acker bestellt, ein wohlwollender und gütiger Freund, der haushälterische Familienvater, der mit beiden Füßen am Boden steht und den Besitz zu schätzen weis. Er nimmt das Leben von einer heiter-besinnlichen Seite, während sein negativer Bruder in sinnlichen Geniessertum verflacht, seine Befriedigung in roher Begierde sucht und fast durchwegs heftigen Gemütsschwankungen unterliegt.
Liebe zwischen Genuß und Treue
ER vertritt in seiner erotischen Anlage ein gesundes Geniessertum, das dem Wissen um die Quellen des Lebens entspringt. Er ist kein Schwärmer oder Idealist, der den Gegenstand seiner Liebe von fern anbetet, sondern er sucht in der Liebe das was sie ist, ein Fest der Sinne und der Seele. Liebesbeteuerungen wird man von ihm selten hören, in der Werbung ist er beharrlich und hartnäckig, doch tut er selten den ersten Schritt, sondern überläßt diesen häufig seinem Partner. Als Gatte ist er von großer Treue und Anhänglichkeit und liebt das Glück seiner vier Wände. Gelegentlich freilich versinkt er in ein allzu intensives Geniessertum und vergisst darüber mehr und mehr seine geistigen Interessen. Seine Erotik ist stark, natürlich und unkompliziert, er versucht seine Partnerin bis zur letzten Neige auszuschöpfen. Im täglichen Zusammenleben ist er meistens liebenswürdig und verträglich, ist aber seine Eifersucht einmal entfacht, kann sie sehr leicht zu einem Feuer werden, das die Harmonie und Eintracht des Familienlebens ein für allemal zerstört. Ist er einmal aus seiner Ruhe gebracht, kann er furchtbar toben, wie er sich überhaupt manchmal als recht jähzornig erweist. Schlechtbestrahlte Stiermänner neigen zur nackten Gier und völligen Unterwerfung unter die Forderungen des Geschlechts. Sie kennen den organischen Zusammenhang zwischen Zärtlichkeit und Liebe nicht und wollen im Liebesakt nur selbst auf ihre Rechnung kommen, ohne auf das Erleben ihrer Partnerin Rücksicht zu nehmen.
SIE trägt die gesunde Mütterlichkeit und Sinnlichkeit der Erde in sich. Sie bringt das Wissen um die Liebe mit, ihre Hingabe ist selbstverständlich und unkompliziert. Dabei ist sie keineswegs frühreif, im Gegenteil, manche Stierfrauen erwachen verhältnismäßig spät zur Liebe, häufig erst dann, wenn sie einen Partner gefunden haben, der sie innerlich ganz erfüllt. Dann aber werden sie ihrer großen Natürlichkeit und Genussfreudigkeit wegen geradezu ideale Liebhaberinnen sein, die es verstehen, ihren Partner auf diesem Gebiet zu immer neuen Wonnen zu führen. Dazu kommt noch ihre anlagemäßig und tief empfundene Mütterlichkeit, mit der sie es verstehen, sowohl ihn als auch ihre Kinder - meistens haben sie deren mehrere - zu verwöhnen.
Stierleute vertragen sich der astrologischen Erfahrung zufolge am besten mit den ihnen gleichgesinnten Angehörigen der Zeichen Steinbock und Jungfrau, auch ein Fischgeborener wird dank seiner Anpassungsfähigkeit und Anschmiegsamkeit mit dem Stier gut auskommen, sowie eventuell ein Waagemensch, der mit dem Stier die Vorliebe für sinnliche Genüsse und eine künstlerische Lebensgestaltung teilt. Weniger harmonisch allerdings sollen sich Verbindungen mit Skorpionen, Schützen und Wassermännern gestalten, da die Ersteren zu hart und schroff, die übrigen hingegen für das Temperament des Stieres zu unbeständig scheinen.
Heim und Beruf - zwei Lebenspole
Das Berufsleben des Stiermenschen wird von zwei besonderen Merkmalen geprägt: von seiner Liebe zum Landleben und seinem Pflichtbewusstsein. Das eine befähigt ihn zum idealen Landwirt, der sein Feld bestellt und es infolge seines ausgeprägten Sinnes für materielle Werte auch meist zu etwas bringt. Das andere hingegen macht ihn für jeden verantwortungsvollen Beruf geeignet, vor allem für solche, die mit finanziellen und materiellen Dingen zu tun haben.
Er ist ausdauernd und zäh, doch beileibe nicht wendig. Umstellungen und Veränderungen bedeuten ihm eine Qual, auch wird er in allem seine eigene Methode haben und dieser auf Gedeih und Verderben treu bleiben. Als Untergebener ist er pünktlich und korrekt, als Vorgesetzter ruhig und gerecht, freilich aber auch ziemlich unbelehrbar, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat.
Ihr ausgeprägtes Gefühl für künstlerische Werte befähigt Stiere nicht selten zu außerordentlichen künstlerischen Leistungen, die sie sich und der Materie mit großer Ausdauer abringen. Es finden sich bedeutende Bildhauer und Komponisten unter ihnen.
Stierfrauen erkennen ihren Beruf vor allem im Bereiche ihres Heimes. Sie sind klug, haushälterisch und haben eine ausgesprochene Begabung für alle hausfraulichen Belange. Sie verstehen es, ihr Heim liebevoll zu gestalten und gehen in der Sorge um Kinder und Gatten förmlich auf. Ist ihnen dabei der künstlerische Schwung ihrer Herrin Venus verlorengegangen, werden sie allerdings leicht zu Hausweibchen und Spießerinnen, deren Interesse nicht über ihre vier Wände hinausreicht und denen blank geputzte Fenster und ein neues Kochrezept den Himmel auf Erden bedeuten.
Besitz - sein Lebenselixier
Das, worauf es dem Stier in seinem Dasein am meisten ankommt, ist die Erhaltung, Verwertung und der Genuss realer irdischer Güter.
Konservativ in seiner Veranlagung versucht er zu halten, was er einmal durch zähe Arbeit erworben hat. Er steht mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit und der Boden ist es vor allem, der ihm zum Schicksal wird. Große Erschütterungen werden in ihm nur durch die Bedrohung seiner sozialen Sicherheit und durch plötzliche einschneidende Veränderungen hervorgerufen. Die erotische Betonung seines Wesens bedingt in Verbindung mit seiner Häuslichkeit eine besondere Begabung für das Ehe- und Familienleben, das aber durch seine oft heftigen Zornausbrüche häufig gestört wird. Wenn er den Genüssen des Lebens und der Tafel nicht zu sehr ergeben ist, wird er wegen seiner robusten Natur häufig ein hohes Alter erlangen.

3.3.07 14:41


Steinbock

Karg in den Formen
ER ist meistens mittelgroß und schlank, manchmal sogar hager. Das Gesicht zeigt markante Züge, die Nase tritt scharf hervor, seine Haut ist meist bleich. Die Augen liegen tief und blicken ernst bis düster, im Alter zeigen sich zu beiden Seiten des Mundes tiefe Furchen, die dem Gesicht einen leidenden missmutigen Zug verleihen. Sein Gang ist langsam, seine Gebärden gemessen. Er lächelt selten und zeigt überhaupt wenig Begabung zum Frohsinn. SIE weist gleichfalls eckige bis harte Konturen auf, Schlank in der Jugend, wird sie im vorgerückten Alter häufig hager. Ihre Gesichtszüge sind meist scharf geschnitten, die Lippen schmal, die Augen übergroß und sehr ausdrucksvoll.

Das Wesen des Steinbocks wird vor allem durch seinen enormen Ehrgeiz und großen Fleiß bestimmt. Er ist der Mensch, der überlegt, der seine Kräfte in der inneren Konzentration sammelt, der seine Ziele wägt und misst und der vollendet, was er begonnen hat. Er ist immer unterwegs zur Tat, die sein innerstes Wesen darstellt. Er gleicht dem Hirten, der zur Krippe eilt, er möchte aus der Nacht vordringen ins Licht der Erlösung. Er erhofft sich Selbsterlösung aus der Tat, die für ihn beinahe zum Selbstzweck wird. Dieses Streben nach Taterlösung und das Wissen um das Leid der Welt, das diesem Typus vor allem eigen ist, machen ihn hart, schroff und verschlossen. Er ist wie ein Felsen, wuchtig, ragend und karg in seinen Ausdrucksformen. Karg ist der Steinbock auch in seinen Äußerungen des Gefühls. Eine tiefe innere Scheu und Verletzbarkeit, die ihm etwas jungfräuliches verleiht, hindert ihn, sich als Liebenden zu offenbaren. Hat er sich aber erst einmal hingegeben, dann ist er die Verkörperung der Treue. Er weiß nichts von der Glut lebendiger Leidenschaft, von der Fülle und der Verschwendung der Liebe, sein Gefühl ist gleichbleibend und stetig, dabei den ganzen Menschen erfassend. Er nimmt die Liebe wichtig, sie ist für ihn ein schweres, ernstzunehmendes Problem, über das er nachdenkt, nicht eine Festung, die man im Sturm erobert, oder ein Strom, in den man sich stürzt. Gute Steinböcke sind sparsam und beständig, in ihrem Tatstreben aufgehend und von einem lebendigen Ehrgeiz erfüllt. Ihr Denken und Fühlen ist ichbezogen, sie leben aus der Pflicht, die ihnen Lebenselement bedeutet. Dabei neigen sie zur Bewahrung traditioneller Gepflogenheiten und stellen den Prototypus des Puritaners im guten Sinne des Wortes dar. Makellos in der Ehrlichkeit, stark im Beharren, aber karg im Geben, das sind die Wesenszüge des guten Steinbocks. Der schlechte hingegen hat einen rücksichtslosen und brutalen Egoismus. Er offenbart dann eine kalte und harte Natur, ist von einem geradezu abstoßenden Misstrauen beseelt, dazu nörglerisch und kleinlich. Seine brutale Kaltherzigkeit und sein grausamer Egoismus stempeln ihn gelegentlich zum Verbrecher.
Ein schwieriger Liebhaber
ER ist in bezug auf die Liebe ein etwas schwieriger Charakter. Es dauert oft sehr lange, bis er sich erschließt. Sein innerer Ernst und Hang zur Melancholie macht jeden Flirt von vornherein unmöglich. Wo er liebt, liebt er aus voller Seele. Der Gedanke an eine Ehe erfüllt ihn nicht selten mit einem gewissen Schrecken. Er scheut sich davor, sein Leben «mit sich allein» mit jemandem teilen zu müssen. In der Werbung ist er äußerst zurückhaltend, ja meistens ist er es, um den geworben werden muss. Ein großes Hemmnis für jedes echte Liebesglück bedeutet sein großes Misstrauen. Dort, wo es einmal erwacht ist, ob berechtigt oder unberechtigt, zieht er sich in sich zurück und schlisset sich mehr und mehr ab. Auch in erotischer Beziehung macht die Liebe dem Steinbock viel zu schaffen. Er scheut sich, sein Empfinden zu offenbaren und ist oft viel schroffer als er eigentlich möchte. Häufig stellt sich bei ihm ein Gefühl des Versagens ein, das seinen Schatten auf alles erotische Erleben wirft.
SIE ist sexuell betont, doch kaltblütig. Sie lässt sich nicht von einer Leidenschaft hinreißen, sondern verbindet damit meist ein sehr reales Ziel. Ehrgeizig wie sie ist, stachelt sie ihren Gatten immer wieder zu gesteigerter Berufsleistung auf. In ihren Gefühlen ist sie gehemmt, häufig sogar frigid, in moralischen Fragen ist sie äußerst engherzig. Einen Fehltritt des Gatten kann sie weder vergessen noch vergeben.
Die einzige Möglichkeit, mit einem Steinbock gut auszukommen ist, ihm immer wieder goldene Brücken zu bauen, ihn glauben zu lassen, dass man ihn liebt und braucht und ihm so weit entgegenzukommen, dass er über den Schatten seiner eigenen Hemmungen zu springen vermag.
Der beste Partner für den Steinbock ist zweifellos der Stier, der wie dieser zurückhaltend und dazu in vielem anpassungsfähig und beständig in seiner Werbung ist. Auch mit Jungfraumenschen versteht er sich gut, da er mit ihnen das Interesse für das reale Leben und eine gewisse Nüchternheit gegenüber den Fragen der Sinnlichkeit teilt. Mit einem Skorpion wird er sich desgleichen vertragen, sofern er diesem ein gewisses Primat überläßt. Wenig glücklich hingegen werden Beziehungen zu den allzu beweglichen «Luftzeichen» und zum Schützen sein. Auch mit einem Widder oder Löwen wird er auf gewisse Schwierigkeiten stoßen, da er von der Lebhaftigkeit dieser Typen so gut wie gar nichts weiß.
Steinbock - ein Berufsfanatiker
Steinbockmenschen eignen sich zu allen Berufen, die ein hohes Verantwortungsbewusstsein verlangen. Sie sind vorbildliche Angestellte und Beamte, auf deren Fleiß, Pünktlichkeit und Genauigkeit man sich verlassen kann. Ihre angebotene Freude an tiefgründigen Studien macht sie zu guten Forschern und Gelehrten, auch für die Erlernung von Sprachen zeigen sie viel Begabung.
Sie sind vorbildliche Untergebene, deren Gewissenhaftigkeit keine Grenzen kennt, und die sich für «ihren» Betrieb aufopfern, aber auch gute Vorgesetzte, die zwar äußerst streng und korrekt, aber auch gütig sind. Ihre beispielgebende Leistung wird allgemein anerkannt, weshalb sie sich besonderer Schätzung erfreuen.
Unter den einfachen Berufen wählt der Steinbock solche, die mit einem gewissen Abschluß zu tun haben, etwa den eines Kranken- oder Gefängniswärters oder auch eines Bergarbeiters.
Pflicht als Schicksal
Arbeit, Pflicht und Machtstreben sind die drei wesentlichen Pfeiler, von denen das Schicksal des Steinbocks getragen wird. Das Leben ist für ihn ein Pensum zum Abarbeiten, und da er über ungeheure Willenskräfte verfügt, gelingt es ihm häufig, die Ziele, die er sich gesetzt hat, zu erreichen. Sein Berufsleben ist dort, wo es ihm gelingt, seine eigenen Grenzen und Hemmungen zu überwinden, meist durchwegs erfolgreich, nicht selten erreicht er hohe Machtpositionen im öffentlichen Leben. Einen gewissen Krisenherd stellt seine Ehe dar, da sein Aufgehen in den beruflichen Pflichten und sein Mangel an Herzlichkeit seine Partner häufig abstoßen werden. Die größten Erfolge hat der Steinbock im fortgeschrittenen Alter zu verzeichnen, wo er die Früchte seiner Arbeit friedvoll genießen kann.

3.3.07 14:40


Skorpion

Kraftmensch und Dämon

ER ist meist mittelgroß bis groß und wirkt wohlproportioniert in seiner Erscheinung. Seine Gesichtszüge sind ausgeprägt, die Lippen scharfgeschnitten mit einem Zug von Entschlusskraft und Sinnlichkeit. Die Nase ist vorspringend und markant, die Augen häufig von einer faszinierenden Unergründlichkeit. In seinem Blick wechselt Kälte und Glut, so dass er einmal magnetisch anziehend, das andere Mal wieder abweisend wirkt. Die
Stirn ist im allgemeinen nicht sehr hoch, der Haarwuchs dicht und kräftig, die Nackenpartie stark ausgeprägt. Sein Gang wirkt ausgeglichen und harmonisch, seine Hände sind sehr ausdrucksvoll und tragen ein Zeichen von Kraft und Grausamkeit.
SIE ist von einer dunklen Rätselhaftigkeit und verhaltenen Sinnlichkeit, die für den Beobachter gelegentlich den Eindruck des Dämonischen beschwört. Nicht sehr groß von Gestalt und ebenmäßig in ihrem Wuchs, eignet ihr eine leidenschaftliche Glut, die in all ihren Bewegungen, vor allem aber in der Sprache der großen, meist dunklen Augen zum Ausdruck kommt. Im Alter allerdings verschärfen sich ihre Züge leicht und verlieren dann viel von ihrem ursprünglichen Reiz.
Zwischen Leidenschaft und Einsamkeit
Der Skorpionmensch ist ein «Mensch zwischen zwei Toren», der von einem brennenden inneren Zwiespalt verzehrt wird. Er hat die Übergänge des Lebens erfahren, er hat vom Baum der Erkenntnis gegessen, er weiß um die Nachtseiten des Lebens. Er sucht nach seinem anderen Ich, nach seiner wahren Wesensform, nach seiner inneren Welt. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, muss er in die Tiefen des Du und der Welt hinuntersteigen. Er ist der wahrhaft faustische Mensch, der mit dem Leben um Klarheit ringt. In diesem Streben ist er von einer unerbittlichen Härte, von einer Spitzfindigkeit der Qual, die weder sich selbst noch andere schont. Er sucht «den Gott, der sich in seinem Bild verhüllt», und wird aus diesem Suchen heraus zum Revolutionär, der die Formen des Bestehenden sprengt und zerstört.
Deshalb ist der Skorpionmensch von einer so verzehrenden Leidenschaft und gleichzeitig von einer solchen Kälte. Er versucht seiner Umwelt, auch seinem Liebespartner, die letzte innere Erkenntnistiefe abzuringen, um in ihrem Spiegel sich selbst zu finden. Er ist gewalttätig, aber diese Gewalttätigkeit richtet sich nicht gegen die äußere Welt, sie wird nicht einmal durch sie ausgelöst. Sie entspringt vielmehr der inneren Ungeduld, die ihn beseelt. Er ist ein Fanatiker seiner Ideale und fordert auch vom Menschen, den er liebt, eine unbedingte Unterwerfung unter dieselben. Er ist von einer Totalität und Ausschließlichkeit der Besitzergreifung, die für seinen Partner leicht zur Qual wird, um so mehr, als er selbst sich niemals hingibt, sondern immer ein Unberechenbares, Unantastbares darstellt.
Sinnliche Verzückung ist für den Skorpion nicht Selbstzweck, nicht Befriedigung des Lustbedürfnisses an sich, sondern Mittel um seiner Sehnsucht nach einem unvorstellbaren Einswerden seines Wesens mit dem Universum gerecht zu werden. Gerade um dieser Veranlagung willen aber ist der Skorpion nie allein. Obwohl ein innerlich Einsamer, findet er immer wieder Menschen, die sich von seinem inneren Feuer ergriffen fühlen, die ihn lieben, die ihm bedingungslos folgen, sogar, wenn er sie leiden lassen mag.
Der Skorpionmensch ist der Mensch, der geliebt wird, um des Geheimnisses willen, das ihn umgibt, um der inneren Stärke willen, die man ahnt, um der Rätsel willen, die er bisweilen aufgibt. Er zieht seine Mitmenschen an wie ein Magnet, dem man sich nicht entziehen kann, zu dem man immer wieder zurückkehrt. Und auch er hält die Menschen, die einmal in seinen Lebenskreis getreten sind, magisch fest, mögen sie ihm äußerlich auch noch so entfremdet sein.
Der positiv bestrahlte Skorpion ist offen in seinen Handlungen, aber leicht verwundbar. Er hat eine glühende Begeisterungsfähigkeit und ist von einer selbstlosen Hingabe an seine Ideale, seinen Aufgaben bleibt er bis zur Selbstaufopferung treu. Er ist stolz und frei von jedem Egoismus, dabei von einem heftigen und leidenschaftlichen Willen beseelt. Sein Ahnungsvermögen ist besonders stark entwickelt, Selbstbeherrschung und innere Einsamkeit zeichnen seinen Weg.
In der ungünstigen Situation hingegen zeigt er eine rohe sinnliche Brutalität, der alles unterworfen ist. Die schöpferischen Impulse, die den guten Skorpion auszeichnen und ihn sogar zum Künstler bestimmen, machen einer sadistisch bestimmten Findigkeit Platz, aus den Zweifeln des Ringenden werden die Skrupel des Kleinlichen, aus dem Nirwanastreben des Suchenden sinnlose Zerstörungssucht.
Grausame Liebe
ER hat ein sehr ausgeprägtes Liebesleben und lebt gewissermaßen aus den Kräften des Eros. Sein Triebleben erwacht früh und behält seine Stärke und Heftigkeit oft bis ins hohe Alter. Er liebt mit einer Leidenschaftlichkeit, wie sie sich bei keinem anderen Tierkreistypus findet, ohne sich selbst aber jemals ganz zu verlieren. Die erotische und sexuelle Anziehungskraft des Skorpions ist so groß, dass er in seiner Werbung kaum jemals auf Ablehnung stoßen wird.
Er entwaffnet seine Partnerin durch den eigenartigen Zauber seines Wesens, wo er wirbt, tut er es unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit, wo er sein Ziel erreicht hat, nimmt er es mit der Heftigkeit und Totalität eines rechtmäßigen Besitzes. Er fordert völlige Hingabe, Aufgabe der Eigenpersönlichkeit, er will, dass sich seine Partnerin ihm auf Gnade und Ungnade ergibt. In seiner Wahl zeigt er einen ausgeprägten Instinkt, wie überhaupt Sympathie und Antipathie bei ihm sehr scharf ausgeprägt sind. Häufig ist es weniger der sexuelle Reiz als vielmehr die geistige Eigenart, zu der er sich hingezogen fühlt. Seine Ehe - wenn er eine führt - ist eine ausgesprochene Liebesehe, die aber nicht immer von Dauer ist. Seine ausgeprägte Eifersucht und seine kaum verhüllte Grausamkeit machen es seiner Partnerin nicht immer leicht. In vereinzelten Fällen ist die sadistische Anlage stark ausgeprägt und er entwickelt eine glühende Phantasie um sein «Opfer» zu quälen und gleichzeitig immer fester an sich zu binden. Wenn er aber quält, quält er aus Liebe, nicht aus Hass, ist er beseelt von dem Willen, sich seine Partnerin ganz und auch im Schmerz zu eigen zu machen. Im allgemeinen zeigt er eine ausgesprochene Begabung zum Junggesellentum, was vor allem damit zusammenhängt, dass nur wenige Frauen ihn wirklich an sich zu fesseln vermögen. Ist sein Mars einer schlechten Bestrahlung ausgesetzt, führt er häufig ein sehr ausschweifendes Leben mit Exzessen und Orgien aller Art. Manchmal zieht er sich aber auch völlig aus der Welt des Sinnenhaften zurück
und führt ein enthaltsames Leben um eines religiösen oder sonstigen Ideals willen.
SIE strahlt einen eigenartigen gedämpften Zauber aus. Ihre sexuelle Wirkung ist stark, ihre Leidenschaft heftig im Guten wie im Bösen. Die Höhen und Tiefen des Liebesrausches erlebt sie gleich stark, ihre maßlose Eifersucht macht sie nicht gerade zur bequemen Ehefrau. Liebt sie einmal, ist sie auch unbedingt treu, weil sie an ihrem Partner festhält, sie versucht eine Verbindung meist auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn dies für beide Teile nur mehr eine Qual ist. Meistens ist sie äußerst fruchtbar und empfängnisbereit.
Alles in allem erfordert das Zusammenleben mit einem Skorpiontyp vom Partner Verständnis, Hingabe, Opferbereitschaft und - Klugheit in Verbindung mit starker innerer Beteiligung und Leidenschaft der Liebe. Nur so ist es möglich, die Höhen und Tiefen, durch die der Skorpion seine «Liebesopfer» mitreißt, zu ertragen und sich zugleich ein Stück echten und dauerhaften Glückes zu sichern.
Der beste Partner des Skorpions ist auf jeden Fall der Fischetyp, der die Kunst der völligen Selbsthingabe am vollkommensten beherrscht. Auch hat er eine ausgeprägte Intuition und kennt die Wünsche seines Herrn und Gebieters meist, ohne dass sie dieser auszusprechen brauchte. Auch mit dem Krebs wird sich der Skorpion gut verstehen, da er lenksam und anschmiegsam ist. Weitere gute Partner sind der leidenschaftliche Stier und auch der Steinbock, mit dem ihn vor allem die Liebe zur Arbeit verbindet.
Ungünstig hingegen erweisen sich häufig Widderbindungen, da dieser selbst viel zu viel von dem heftigen Wesen des Mars an sich hat, um auf die Eigenarten des Skorpion einzugehen. Auch Wassermann- und Zwillingmenschen werden auf die Dauer dem Skorpion wenig Freude machen, da sie viel zu viel Unruhe in sein Leben tragen und auch kaum eine Begabung zur Treue mit sich bringen.
Ein Arbeitstier
Skorpionmenschen haben eine ausgeprägte Fähigkeit andere zu beherrschen und eignen sich daher am besten für Berufe, in denen diese Eigenschaft gefragt ist. Sie sind hervorragende Führer und Offiziere - übrigens nicht nur durch ihre Suggestivkraft -, sondern auch durch den Totaleinsatz ihrer Kräfte und durch einen ungewöhnlich hohen Mut, der bei manchen von ihnen fast an Tollkühnheit grenzt.
Skorpionmenschen als Anführer erreichen es, dass ihre Gefolgschaft für sie durchs Feuer geht, die Leute, die ihnen unterstellt sind, folgen ihnen mit einem merkwürdigen Gemisch von Bewunderung und Liebe. Eine außerordentliche Begabung weisen Skorpionmenschen für die medizinische Laufbahn auf, -vor allem als Chirurgen leisten sie gelegentlich Außerordentliches. Ihre starke persönliche Anziehungskraft erwirbt ihnen das Vertrauen der Patienten und ihre innere Scharfsicht macht sie zu ausgezeichneten Diagnostikern.
Infolge ihrer hohen künstlerischen Fähigkeiten haben gute Skorpiontypen häufig dichterische und malerische Begabungen. Vor allem Lyriker sind in diesem Zeichen nicht selten.
Todesbindung und Schöpfungslust
Zeugung und Tod sind die beiden Angelpunkte der Schicksalsgestaltung des Skorpion. Zu beiden hat er eine außerordentlich innige Beziehung. Sei es, dass der Tod naher Angehöriger oder Freunde eine schicksalsbildende Rolle spielt, sei es, dass er selbst sich öfter als andere Typen in Todesgefahr befindet, sei es auch, dass er durch seinen Beruf eng mit dem Tod verknüpft ist. Auch seine Geisteshaltung ist nicht selten verhängnisvolle Bindung an den Tod. Auf der anderen Seite aber beherrscht ihn das schöpferische Prinzip, das große «Werde», sowohl in der Zeugung neuen Lebens, die für den Skorpionmann eine so große Rolle spielt und sich auch in der fast unerschöpflichen Fruchtbarkeit des weiblichen Typus offenbart, als auch durch schöpferische Leistungen auf diesem oder jenem Gebiet.

3.3.07 14:39


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